Kurz gesagt
- Das Google-Unternehmensprofil ist kostenlos und für lokale Betriebe meist wirksamer als jede Maßnahme auf der Website selbst. Damit anfangen.
- Die Website trägt den Rest: Ort und Gewerk im Seitentitel, eine eigene Seite je Leistung, schnelle Ladezeiten, mobil bedienbar.
- KI-Antwortsysteme zitieren, was sie verstehen können. Klare Struktur, echte Antworten auf echte Fragen, einheitliche Angaben im ganzen Netz.
- Es dauert. Rechne mit drei bis sechs Monaten, bis sich etwas bewegt, und misstraue jedem, der dir Platz 1 in vier Wochen verspricht.
Wie deine Kunden heute suchen
Wer einen Handwerker braucht, tippt selten einen Firmennamen ein. Er sucht nach „Elektriker Stade“, fragt Google Maps nach dem nächsten Betrieb oder inzwischen auch einen KI-Assistenten: „Wen kann ich in meiner Nähe für eine neue Wärmepumpe fragen?“
Diese drei Wege führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Sie speisen sich aber aus denselben Quellen: dem, was über deinen Betrieb im Netz steht, und ob es zusammenpasst.
Platz 1 bei Google ist nicht einfach
Manchmal kommen Betriebe zu uns und sagen, sie wollen bei Google auf Platz 1. Ein ambitioniertes Ziel. Häufig ist es mit viel Aufwand verbunden, und mit Aufwand meinen wir auch Kosten.
Deshalb fragen wir erst einmal nach: Hast du in deinem Bereich schon einmal etwas Spezielles für einen Kunden gemacht? Bei einem Fliesenleger zum Beispiel: Hast du in letzter Zeit Fliesen in besonderen Formaten verlegt, oder besonders hochwertige Fliesen?
Schau, dass du dich damit gut positionierst. Oder schau, ob du in deiner Region weit nach oben kommen möchtest. Beides ist ein enger gefasstes Ziel und damit deutlich realistischer, als allgemein für dein ganzes Gewerk vorne zu stehen.
Fang beim Google-Unternehmensprofil an
Das ist der Eintrag, der bei einer lokalen Suche oben in der Karte erscheint. Er ist kostenlos, und für einen Betrieb mit Einzugsgebiet ist er in der Regel der größte einzelne Hebel, oft wichtiger als die Website selbst.
Wer keinen Eintrag hat, taucht in der Kartenansicht schlicht nicht auf.
Was du tun solltest:
- Profil anlegen und verifizieren. Die Bestätigung läuft je nach Fall per Postkarte, Telefon oder Video. Das Konto sollte auf deinen Betrieb laufen, nicht auf eine Agentur.
- Hauptkategorie richtig wählen. Sie entscheidet mit darüber, bei welchen Suchen du überhaupt in Frage kommst. Weitere Kategorien kannst du ergänzen, aber die erste zählt am meisten.
- Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten pflegen, identisch zu dem, was auf deiner Website und in Branchenverzeichnissen steht.
- Fotos hochladen. Werkstatt, Fahrzeug, Team, fertige Arbeiten. Regelmäßig, nicht einmalig.
- Leistungen eintragen und die Frage-Antwort-Sektion selbst mit den häufigsten Fragen füllen.
- Bewertungen einsammeln. Nach jedem abgeschlossenen Auftrag freundlich fragen, am besten mit einem kurzen Link. Und antworten, auf gute wie auf schlechte.
Wenn wir uns das Profil eines neuen Kunden ansehen, schauen wir zuerst auf die Bewertungen. Sind sie aktuell? Was steht drin? Daran siehst du in einer Minute, wie ein Betrieb bei seinen Kunden ankommt und ob sich in den letzten Jahren jemand darum gekümmert hat.
Von sich aus fragt uns selten jemand nach Bewertungen. Und ein Mitarbeiter, der abends von der Baustelle kommt, wird den Kunden auch nicht darum bitten.
Manche wollen es bewusst nicht. Sie haben keine Mitarbeiter, wollen auch nicht wachsen und fürchten, zu viel Aufmerksamkeit zu erzeugen und dann Aufträge ablehnen zu müssen. Das ist eine völlig legitime Entscheidung. Man sollte sie nur bewusst treffen.
Letztens hatten wir aber einen, der war da wirklich hinterher und hat sich bei seinen Kunden sogar für die Bewertung bedankt. Er hatte verstanden: Eine Bewertung kann einen neuen Kunden bringen.
Finger weg von gekauften Bewertungen. Sie sind wettbewerbsrechtlich angreifbar, Google entfernt sie, und Kunden erkennen sie häufiger, als die Anbieter solcher Pakete behaupten. Zehn echte Bewertungen sind mehr wert als fünfzig gekaufte.
Was die eigene Website dazu beiträgt
Das Unternehmensprofil bringt dich auf die Karte. Ob jemand danach anruft, entscheidet die Website. Und sie ist die Quelle, aus der Google und KI-Systeme ziehen, was du eigentlich anbietest.
- Gewerk und Ort gehören in den Seitentitel. „Elektriker in Stade – Mustermann GmbH“ ist besser als nur „Mustermann GmbH“. Das gilt für jede Seite, nicht nur für die Startseite.
- Eine Seite pro Leistung. Wer nach „E-Check“ sucht, soll eine Seite über den E-Check finden, keinen Absatz auf einer Sammelseite.
- Gleiche Angaben überall. Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf Website, Google-Profil und in Verzeichnissen identisch geschrieben sein, bis hin zur Schreibweise der Straße.
- Schnell und mobil. Der Großteil der Besucher kommt vom Handy, oft mit schlechtem Empfang. Riesige Bilder und schwere Seiten kosten hier Besucher.
- Struktur statt Schlagwortlisten. Eine Überschrift pro Thema, verständliche Sätze.
Das Aneinanderreihen von Ortsnamen – „Elektriker Stade Buxtehude Horneburg Harsefeld“ – hat vor zwanzig Jahren funktioniert. Heute schadet es.
Gefunden werden in KI-Antworten
Immer mehr Menschen fragen einen KI-Assistenten nach einer Empfehlung, statt eine Ergebnisliste durchzuklicken. Dafür hat sich der Begriff GEO eingebürgert, Generative Engine Optimization.
Die gute Nachricht: Es ist keine völlig neue Disziplin. Was maschinenlesbar und eindeutig ist, wird auch von KI-Systemen leichter aufgegriffen.
- Fragen beantworten, nicht nur Leistungen auflisten. „Was kostet ein E-Check?“, „Wie lange dauert eine Badsanierung?“ Solche Abschnitte sind genau das, was zitiert wird.
- Strukturierte Daten einbauen. Mit schema.org-Auszeichnungen sagst du Maschinen ausdrücklich: Das hier ist ein Betrieb, das ist die Adresse, das sind die Leistungen, das ist eine Häufige-Fragen-Liste.
- Eine llms.txt bereitstellen. Eine kleine Textdatei auf dem Server, die deinen Betrieb in klarer Sprache zusammenfasst. Das ist eine junge Konvention und kein Standard mit Garantie, der Aufwand ist aber gering.
- Einheitlich bleiben. KI-Systeme gleichen Quellen ab. Widersprechen sich deine Öffnungszeiten zwischen Website und Google-Profil, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass eine davon übernommen wird.
- Crawler nicht aussperren. Prüfe, ob deine robots.txt die Zugriffe der KI-Anbieter blockiert. Manche Systeme tun das voreingestellt.
Und eine ehrliche Einordnung dazu: In unseren Gesprächen ist das Thema noch nicht angekommen. Kein Handwerksbetrieb hat uns bisher danach gefragt. Dafür müssen Handwerker erst sensibilisiert werden, und genau deshalb schreiben wir darüber.
KI-Optimierung ist eine Investition in die Zukunft. In die technische, weil sich schwer nachholen lässt, was beim Aufbau nicht mitgedacht wurde. Und in die Art, wie deine Kunden in einigen Jahren suchen und entscheiden werden.
Was nichts bringt oder sogar schadet
- Gekaufte Backlink-Pakete aus dem Netz.
- Versteckter Text und aneinandergereihte Suchbegriffe.
- Dieselbe Seite zehnmal mit ausgetauschtem Ortsnamen.
- Gekaufte Bewertungen.
- Verträge, die Platz 1 garantieren. Das kann niemand garantieren, weil niemand die Rangfolge kontrolliert.
In welcher Reihenfolge du anfangen solltest
- Google-Unternehmensprofil anlegen, verifizieren, vollständig ausfüllen.
- Auf der Website Ort und Gewerk sauber unterbringen, Kontaktdaten überall angleichen.
- Für die drei wichtigsten Leistungen je eine eigene Seite anlegen.
- Nach jedem Auftrag um eine Bewertung bitten.
- Häufige Fragen als eigenen Abschnitt beantworten und strukturiert auszeichnen.
- Nach drei Monaten in der Besucherstatistik nachsehen, was tatsächlich passiert ist.
Wie lange dauert das?
Das Unternehmensprofil kann nach wenigen Tagen erste Aufrufe bringen. Bei der Website solltest du mit drei bis sechs Monaten rechnen, bis sich etwas Sichtbares tut, und in einer Stadt mit vielen Betrieben desselben Gewerks eher länger.
Wichtig ist, dass du es überhaupt messen kannst. Ohne Besucherstatistik ist jede Aussage über Erfolg geraten.
Wie wir das bei Werando handhaben
Sichtbarkeit bei Google und in KI-Suchsystemen ist bei uns kein Zusatzpaket, sondern Teil jeder Website: saubere Struktur, strukturierte Daten, eine llms.txt und kurze Ladezeiten gehören dazu.
Beim Google-Unternehmensprofil beraten wir dich und binden die Bewertungen auf deiner Website ein. Das Konto legst du selbst an, damit es dir gehört. Und eine datenschutzkonforme Besucherstatistik mit eigenem Zugang ist in jedem Paket enthalten, damit du siehst, ob sich etwas bewegt. Mehr dazu bei den Leistungen.