Kurz gesagt
- Mit einem Baukasten selbst zu bauen kann Spaß machen, wenn du weißt, was du tust, und dich in die Themen einarbeiten möchtest. Dann ist es „nur“ deine Arbeitszeit, beim ersten Aufbau rund 20 bis 50 Stunden. Aber unterschätze diese bitte nicht.
- Festpreis beim Freelancer oder einem spezialisierten Anbieter: meist 800 bis 2.500 €. Eine individuell gebaute Agenturseite fängt bei 3.000 € an. Zusätzliche Kosten sind darin noch nicht enthalten.
- Website-Abos packen Erstellung, Hosting und Wartung in eine Monatsrate von rund 40 bis 200 €, dazu eine einmalige Einrichtung. Aber was passiert, wenn du das Abo-Modell nicht mehr haben möchtest? Das Wichtigste hier: Schaue, ob die Website dein Eigentum bleibt.
- Rechne nicht über mehrere Monate. Wähle das Angebot, das über einen längeren Zeitraum für dich mehr Sinn ergibt. Vergleiche über 2 bis 3 Jahre. Und stelle dir immer die Frage: Was will ich in dieser Zeit mit der Website erreichen? Meistens ist das schon ein gutes Indiz dafür, welches Angebot für dich am besten ist.
Warum dir niemand seriös eine Pauschalantwort gibt
Eine Website ist kein Produkt aus dem Regal. Was sie kostet, hängt auch an folgenden Fragen:
- Wie viele Seiten braucht sie?
- Wer schreibt die Texte?
- Gibt es brauchbare Fotos?
- Wer pflegt das Ganze später?
Deshalb ist die ehrlichste Antwort auf „Was kostet eine Website?“ eine Rückfrage.
Wer dir ohne ein einziges Gespräch einen Endpreis nennt, verkauft dir eine Vorlage. Das kann völlig in Ordnung sein. Du solltest es nur wissen, bevor du unterschreibst.
Die vier Wege im Vergleich
| Weg | Einmalig | Laufend | Dein Aufwand |
|---|---|---|---|
| Baukasten selbst bauen | 0 € | 0–50 €/Monat | 20–50 Stunden, danach laufende Pflege |
| Freelancer oder spezialisierter Anbieter | 800–2.500 € | 5–30 €/Monat Hosting, Wartung meist extra | Texte und Bilder häufig selbst |
| Werbeagentur, individuell | 3.000–10.000 € | 50–200 €/Monat Wartung | gering, dafür längere Projektlaufzeit |
| Website-Abo | 99–299 € Einrichtung | 40–200 €/Monat | gering, Pflege ist enthalten |
Alle Angaben sind netto und als Spanne gemeint. Sie stammen aus einem Vergleich gängiger deutscher Anbieter, nicht aus einem Preisbuch.
Selbst bauen mit einem Baukasten
Die bekannten Baukastenanbieter kosten wenige Euro im Monat. Und Domain und E-Mail-Postfach sind oft inklusive. Der Haken steht nicht auf der Rechnung: Du baust die Seite selbst!
Wer das ehrlich rechnet, landet beim ersten Aufbau bei 20 bis 50 Stunden. Das ist deine Arbeitszeit oder, noch schlimmer, deine Freizeit mit Freunden und Familie. Am Ende kommst du kein Stück weiter, es gefällt dir nicht, und du willst einfach nur noch fertig werden. Und selbst dann bleibt die Seite deine Aufgabe: jede Preisänderung, jedes neue Foto, jede Telefonnummer, die sich ändert.
Bist du aber technikaffin, dann wird dir das Spaß machen. Du lernst viele neue Sachen und kannst dich frei entfalten. Was besser ist, das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Der Festpreis vom Freelancer
Hier bekommst du für einen festen Betrag eine fertige Seite. Achte darauf, was nicht im Preis steht. Texte, Fotos, das Google-Unternehmensprofil, spätere Änderungen, die Wartung: alles häufig separate Posten. Aus einem Angebot über 1.200 € werden schnell 2.000 €, sobald die Texte dazukommen.
Wann sich eine Agentur lohnt
Eine Agentur macht Konzept, Design, Texte und Technik und rechnet nach Aufwand ab. Das lohnt sich, wenn deine Website etwas leisten soll, das über Informieren hinausgeht: Online-Terminbuchung, ein Shop, mehrere Standorte, zwei Sprachen. Zusätzlich können schnell weitere Kosten entstehen. Eine Agentur bietet dir zum Beispiel eine monatliche SEO- oder Marktanalyse an.
Wenn du damit etwas anfangen kannst und das möchtest, bist du bei einer Agentur besser aufgehoben. Aber für einen Betrieb, der vor allem gefunden und angerufen werden will, ist das meist nicht notwendig.
Das Abo-Modell
Erstellung, Hosting, Wartung und ein Kontingent für Änderungen stecken in einer Monatsrate. Kein großer Betrag am Anfang, dafür eine Zahlung, die läuft.
Die wichtigste Frage stellst du vor der Unterschrift: Was passiert, wenn du kündigst? Bekommst du die Seite? Wem gehört die Domain? Ein Anbieter, der das nicht schriftlich regelt, hat einen Grund dafür.
Die Posten, die in Angeboten gerne fehlen
- Die Domain kostet 10 bis 20 € im Jahr. Wichtiger als der Preis ist die Frage, auf wessen Namen sie läuft. Sie sollte dir gehören.
- Hosting inklusive SSL-Zertifikat: 5 bis 30 € im Monat.
- Technische Updates und Sicherheit. Bei den verbreiteten Redaktionssystemen ist das keine Kür; eine ungepflegte Seite wird irgendwann gekapert.
- Änderungen. Neue Leistung, neue Öffnungszeiten, neuer Mitarbeiter. Nach Aufwand abgerechnet sind das schnell 80 bis 150 € pro Termin.
- Texte und Fotos. Professionelle Betriebsfotos kosten je nach Umfang mehrere hundert Euro. Sie sind aber oft das, was am meisten bringt.
- E-Mail-Postfächer unter der eigenen Domain.
Eine Frage macht jedes Angebot vergleichbar: „Was kostet mich diese Website in drei Jahren, mit Hosting, Wartung und fünf kleinen Änderungen pro Jahr?“ Wer darauf keine Zahl nennen kann, hat sie selbst nie ausgerechnet.
Was den Preis nach oben treibt
- Viele Unterseiten. Jede Leistung als eigene Seite ist gut für Google und kostet Aufwand.
- Texte, die komplett neu geschrieben werden müssen.
- Fehlende Fotos. Stockbilder wirken beliebig, ein Fototermin kostet.
- Funktionen über das Kontaktformular hinaus, etwa Terminbuchung, Kundenportal oder Shop.
- Mehrsprachigkeit.
- Der Umzug einer bestehenden Seite mit vielen Inhalten.
Was ein Handwerksbetrieb wirklich braucht
Fünf bis zehn Seiten. In den allermeisten Fällen reicht das: Startseite, Leistungen, Referenzen, Über uns, Kontakt, dazu Impressum und Datenschutz. Wenn du Leute suchst, kommt eine Jobseite dazu.
Mehr braucht es nicht, um bei Google gefunden zu werden und Anrufe zu bekommen. Was auf diese Seiten gehört, steht im Ratgeber Was gehört auf die Website eines Handwerksbetriebs?
Warum wir dafür kein Redaktionssystem mehr einsetzen
Für diesen Umfang braucht es unserer Meinung nach kein Redaktionssystem. Wir haben früher selbst welche eingesetzt, WordPress zum Beispiel, weil wir dachten, unsere Kunden wollen ihre Seite anschließend selbst pflegen.
Wollten sie nicht.
Was stattdessen kam, waren Anfragen: Könnt ihr das Bild tauschen? Den Text nochmal anpassen? Und je seltener diese Anfragen wurden, desto länger mussten wir uns jedes Mal wieder in die Struktur des Systems hineindenken. Arbeitszeit, die niemand bezahlen wollte.
Dazu kommt der Wartungsaufwand. Wer wenige Erweiterungen einsetzt, hat meistens nur einen Klick zu erledigen. Genau dieser Klick kann aber böse Überraschungen bringen. Wir wissen, wovon wir sprechen.
Deshalb bauen wir heute einfache, statische HTML-Seiten. Da gibt es nichts, was alle 1 bis 2 Wochen aktualisiert werden muss, und es gibt kaum Angriffsfläche. Wenn Datenbanken und Backend-Systeme mit Anmeldemasken fehlen, geben die Angreifer schnell wieder auf. Aber das ist ein Thema für einen eigenen Ratgeber.
Einmalig zahlen oder monatlich?
Schweres Thema. Beides hat seine Daseinsberechtigung, und uns ist die Entscheidung nicht leichtgefallen.
Bei der Einmalzahlung gehört dir das Produkt nach der Erstellung. Für Hosting und Wartung zahlst du in der Regel aber trotzdem monatlich. Änderst du an der Website die nächsten 5 bis 10 Jahre nichts, fährst du damit billiger. Aber ehrlich gesagt bist du dann auch nicht mehr up to date.
Bei der monatlichen Zahlung investierst du entspannter. Hosting, Wartung, Updates und ein Kontingent für Änderungen stecken schon im Preis, sie tauchen nicht später einzeln auf der Rechnung auf. Du profitierst von jeder Neuerung, die in dieser Zeit dazukommt.
Der größte Vorteil aus unserer Sicht: Wir wollen dich dauerhaft betreuen. Deine Website soll dir einen Mehrwert bringen, und unser Know-how soll in dein Projekt einfließen. Gerade das, was in Zukunft noch dazukommt. Wir wollen mit dir zusammen wachsen, und genau deshalb haben wir uns für die monatliche Zahlungsweise entschieden.
Woran du ein faires Angebot erkennst
- Der Preis kommt nach einem Gespräch, nicht davor.
- Es steht schriftlich, wie viele Seiten enthalten sind. Und ob Impressum und Datenschutz mitzählen.
- Es steht drin, wer die Texte schreibt.
- Die laufenden Kosten sind benannt, auch die ab dem zweiten Jahr.
- Es ist geregelt, was mit der Website passiert, wenn die Zusammenarbeit endet.
- Die Domain läuft auf deinen Namen, nicht auf den des Anbieters.
Und was kostet es bei Werando?
Vier Pakete ab 39 € im Monat, dazu einmalig 99 € Einrichtung, alle Preise netto. Drin sind Design und Umsetzung, die Texte für den Aufbau der Website, Hosting, Backups, Wartung, Besucherstatistiken mit eigenem Zugang und ein monatliches Zeitkontingent für Änderungen.
Die Domain bringst du selbst mit. Sie soll dir gehören, nicht uns. Die genaue Aufteilung steht auf der Seite Preise.